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Ich dachte du hast keine Angst im Dunkeln, Sternchen.
—   Narissa zu Aerien während einer gemeinsamen Reise durch Harad

Aerien (Sindarin: "Meerestochter"); eigentlich Azruphel (Adûnâisch: "Meerestochter") ist eine Adûnâ aus Durthang.

Beschreibung

Ausehen

Azruphel ist 1,76 Meter groß und damit durchschnittlich hoch gewachsen für eine Frau númenorischer Abstammung. Sie wiegt ca. 55 Kilogramm. Azruphel ist durchtrainiert und recht muskulös. Sie hat schulterlange tiefschwarze Haare, die sie meist zu einem Pferdeschwanz gebunden trägt. Seitlich fallen ihr viele Strähnen über die linke Hälfte ihrer Stirn.. Ihre Augen sind von einem silbrig glänzenen Grau. Sie hat ungefähr Körbchengröße C. Ihre Hände sind vom täglichen Training mit ihrer Klinge mit kleinen Aufschürfungen, Schnitten und Hornhaut übersät. Azruphel hat eine Stupsnase und ein eher schmales Gesicht mit recht spitzem Kinn.

Charakter

Azruphel ist vorsichtig im Umgang mit Fremden und meist eher verschlossen ihnen gegenüber, es sei denn der- oder diejenige besitzt wichtige Informationen. Ihren Freunden und Verwandten vertraut sie sich im Gegenzug gerne an, hat aber dennoch ihre Geheimnisse. Für gewöhnlich trägt sie eine neutrale Miene zur Schau und zeigt ihre Emotionen nicht offen. Sie ist nicht leicht aus der Fassung zu bringen und kann in hektischen Situationen gut einen kühlen Kopf bewahren. Im Kampf verfällt sie in eine professionelle Haltung und lässt sich für gewöhnlich nicht zu unüberlegten Aktionen oder unvorsichtigen Angriffen hinreißen. Azruphel ist, sofern das erste Eis einmal gebrochen wurde, eine angenehme Gesprächspartnerin da sie gerne und gut zuhören kann und sich ihre Antworten gut überlegt bevor sie sie gibt.

Ausrüstung

Azruphels wichtigster Besitz ist eine Halskette die sie nur bei seltenen Gelegenheiten ablegt. Daran hängt ein fünfzackiger Anhänger in Form der Insel Númenor (Yôyazân), der "Stern von Akallabêth". Außerdem besitzt Azruphel eine aus dunklem Stahl geschmiedete Rüstung, die Oberkörper, Schultern, Oberarme und Hüfte schützt. Dazu führt sie ihr Bastardschwert Lóminzagar ("Nachtklinge") mit sich. Außerdem besitzt sie ein altes Wörterbuch mithilfe dessen sie Sindarin gelernt hat. Durch Harad reist Aerien auf dem Rücken des Pferdes Karab.

Geschichte

Kindheit

Sie wurde 3001 D.Z. unter dem Namen Azruphel in Aglarêth (Durthang), der Festung der Schwarzen Númenorer in Mordor als Tochter von Varakhôr und dessen Frau Lôminzil geboren und wuchs auch dort auf. Zur Enttäuschung ihres Vaters zeigte sie kein großes Talent im Erlernen der dunklen Künste sondern tat sich eher im Verhalten bei Hofe sowie dem Umgang mit Waffen aller Art hervor. Als Tochter des Bâr n'Adûnâi werden seitdem ihr Vater dieses Amt innehat hohe Erwartungen an Azruphel gestellt, obwohl der Titel des Fürsten der Westmenschen nicht erblich ist sondern von Sauron verliehen wird.

Umzug nach Barad-dûr

3019 D.Z. stieg ihr Vater Varakhôr zum Truchsess von Barad-Dûr auf und holte seine Tochter schon bald zu sich in den Dunklen Turm um ihre Ausbildung fortzuführen. Trotz seiner Enttäuschung über ihr fehlendes Talent der dunklen Künste liebte Varakhôr seine Tochter sehr und ließ es ihr an nichts mangeln. Zu ihrem zwanzigsten Geburtstag am 4. April 3021 D.Z. schenkte er ihr einen der wertvollsten Gegenstände in seinem Besitz - eine Halskette mit einem fünfzackigen Stern als Anhänger, der von Ancalimë, der ersten Regierenden Königin Númenors stammte, wie ihr Vater ihr erklärte.

Azruphel begann sich nach einigen Wochen in Barad-Dûr zu langweilen, doch da ihr Vater ihr verbot, Reisen nach Rhûn oder Harad zu unternehmen wie sie es sich wünschte, versuchte sie ihren Wissensdurst durch das Studium alter Geschichtsbücher und Sprachen zu stillen. In der Bibliothek von Durthang las sie über Númenor und dessen Untergang, der von den Adûnâi als Verbrechen der Valar angesehen wird. Ohne ergänzende Informationen aus Gondor oder Imladris konnte sie die Geschichten jedoch nur aus der Sicht der schwarzen Númenorer nachlesen.

Die Suche nach Wissen

Erste Zweifel regten sich in ihr als sie von Tar-Míriel las, der letzten Königin von Númenor, der Pharazôn unrechtmäßig den Thron entrissen und sie in Zimraphel umbenannt hatte. Einige Zeit später fand sie heraus, dass ihre Halskette zuletzt von Míriel getragen worden war. Das Schmuckstück hatte den Untergang der Insel in den Händen von Adûninzil, einer der Dienerinnen Míriels die auf einem der Schiffe Anárions mitfuhr überdauert. Adûninzil war eine Vorfahrin Belzagars, Azruphels Großvater väterlicherseits.

Die Reiche Gondor und Arnor, die als von den Elben verblendet dargestellt wurden erregten ebenfalls ihr Interesse; und sie war bestürzt als ihr klar wurde, dass das Volk der Dúnedain auf zwei unterschiedlichen Seiten stand und entfernte Verwandte sich seit drei Jahrtausenden bekämpften. Im Geheimen versuchte sie die Elbensprache Sindarin zu erlernen und nannte sich Aerien, die Übersetzung ihres adûnâischen Geburtsnamens ins elbische; in gewisser Weise als Umkehrung von Míriels Geschichte.

Der König des Westens

Ihr Interesse an den Dúnedain Gondors und Arnors sowie an den Elben verbarg sie sorgfältig, da sie wusste, dass selbst der hohe Rang ihres Vaters sie nicht würde schützen können fände jemand alles heraus. Im Sommer 3022 D.Z. schließlich wurde ihr Wissensdurst so stark dass sie sich entschloss, denjenigen nach den Dúnedain Gondors und vor allem Arnors zu fragen, der am Besten darüber Bescheid wissen würde: Den ehemaligen Anführer der Arnorrim, der in Barad-dûr gefangen gehalten wurde.

Von Aragorn erlernte sie Sindarin zu sprechen anstatt nur zu verstehen, und erfuhr von ihm den Grund für den Bürgerkrieg der Dúnedain: Sauron. Sie beschloss, nach Westen zu reisen und zu versuchen, diesen jahrtausendealten Zwist zu beenden. Unter einem Vorwand erhielt sie Erlaubnis, in die besetzten Gebiete im östlichen Gondor zu reisen und verließ Mordor über den Morgul-Pass. Von Minas Morgul reiste sie über Osgiliath weiter nach Minas Tirith.

Reise nach Harad

In der Weißen Stadt traf sie auf Beregond, den sie befreite. Er versprach ihr, sie zu den Waldläufern in Ithilien zu bringen, doch diese nahmen sie gefangen als sie den Anduin überquerte. Damrod, der Anführer der Partisanen, verhörte sie mehrere Stunden und befand schließlich, dass sie die Wahrheit sagte und wirklich mit König Elessar gesprochen hatte. Er gab Aerien die Gelegenheit, sich sein Vertrauen zu gewinnen, indem sie nach Harondor reiste und eine Nachricht an Qúsay überbrachte. Beregond begleitete sie auf dem langen Weg nach Süden.

An den Furten des Harnen trafen die beiden tatsächlich auf Qúsay, der sie nach Ain Sefra mitnahm. Am Tag nach ihrer Ankunft gewährte er ihnen eine Audienz in der Aerien ihm Damrods Nachricht überbrachte. Während ihres Aufenthalts in der Wüstenstadt machte Aerien die Bekanntschaft der geheimnisvollen Narissa, mit der sie sich schnell anfreundete.

Abenteuer mit Narissa

Nachdem Narissa wenige Tage später Aeriens wahre Identität herausfand beendete sie die Freundschaft und floh aus Ain Sefra. In derselben Nacht erhielt Aerien einen unerwarteten Besuch von Elyana, einem Mitglied des Bundes der Sieben Schwestern, die Aerien bat, Narissa zu folgen da sie in großer Gefahr war. Und tatsächlich war Narissa in die Gewalt des Kopfgeldjägers Abel geraten, der sie zu einer Kampfarena in Ain Salah brachte. Aerien gelang es, Narissa mit der Hilfe von Eayan al-Tayir zu befreien und nach Burj al-Nar, dem Versteck des Silbernen Bogen zu bringen und gesund zu pflegen.

Nach einer Aussprache beschlossen die beiden, ihre Freundschaft fortzusetzen. Narissa entschloss sich bald darauf, nach Qafsah zu gehen und nach ihrer Mutter zu suchen. Begleitet von Serelloth und Elendar bin Yulan kamen Aerien und Narissa in die Stadt Suladans. Es gelang ihnen tatsächlich, Herlenna zu finden, doch diese war bereits dem Tode nahe, und im Zuge des Befreiungsversuches wurde Elendar getötet, woraufhin Serelloth wütend die Gruppe verließ. Aerien und Narissa planten nun, fürs Erste zum Silbernen Bogen zurückzukehren.

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