Das Schicksal Mittelerdes Wiki
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Und auch wenn Arzâyan so weit im Süden liegt: Fällt es unter Saurons Einfluss, könnte er es dazu nutzen, seine Feinde in Harad aus einer unerwarteten Richtung anzugreifen.
—   Edrahil, Artanis und Eayan al-Tayir beraten über den erneuten Aufstieg Arzâyans

Arzayan lage

Lage Arzâyans in Harad

Arzâyan (adûn. "Land des Königs") war ein Reich der Númenorer, das nach dem Untergang Númenors an der Südwestküste des Kontinents von Harad gegründet wurde. Dort hatten die Dúnedain bereits im zweiten Zeitalter mehrere Kolonien gegründet, die sich nach dem Verlust ihrer Heimatinsel nun als rechtmäßiger Nachfolgestaat ansahen.

Bewohnt wurde Arzâyan größtenteils von Menschen, die sich bei der Spaltung der Númenorer der Seite des Königs angeschlossen hatten und eine Abneigung gegen die Elben und die Valar hatten. Das Reich wurde zunächst von einer Linie von Truchsessen regiert, denn zu Beginn des Dritten Zeitalters glaubten viele Arzâyani noch daran, dass der rechtmäßige König Ar-Pharazôn eines Tages siegreich aus dem Westen nach Mittelerde zurückkehren würde. Im Jahr 1390 D.Z. jedoch war dieser Glaube so weit geschwunden, dass sich schließlich der amtierende Truchsess Relphazîr I., der Herr von Haus Nardûkhôr, zum König Arzâyans krönen ließ und diesen Titel auch an seine Nachfahren vererbte. In Arzâyan wandten sich die Menschen von der Verehrung Saurons als Gott ab, den sie für den Untergang Númenors verantwortlich machten. Dennoch blieben sie der Königspartei treu und pflegten gute Beziehungen zu Umbar.

Die Hauptstadt Arzâyans, die den Namen Zôrkadar trug, lag am Oberlauf eines großen Flusses, des Sakalroth, der heute Bankasoka heißt. Heute ist Zôrkadar eine Ruine. Denn das Reich von Arzâyan hatte viele Jahrhunderte Bestand, doch zerbrach 2587 D.Z. schließlich aufgrund eines blutigen Erbfolgekrieges. Die Dúnedain, die in Arzâyan lebten, hatten sich vielerorts mit der einheimischen Bevölkerung vermischt und daher ihre Langlebigkeit größtenteils bereits verloren.

Arzâyan wird im Westen vom Meer Belegaer begrenzt und im Norden und Nordosten von den Gipfeln der Ered Malen. Im Süden liegen große, nur schwer passierbare Urwälder. An der Ostgrenze liegt eine Lücke zwischen dem südlichsten Berg des Gelben Gebirges und dem Südwald, die den Namen Agathbatân trägt. Abgesehen von diesem Durchang ist Arzâyan nur über den Seeweg, über die nordwestliche Küstenstraße sowie einige kleinere Gebirgspässe aus Norden erreichbar. Das Kerngebiet des Reiches besteht aus einer fruchtbaren Ebene, die vom Sakalroth-Fluss genährt wird und an den Rändern in eine trockenere Savanne übergeht. Am Oberlauf des Flusses, der heute Bankasoka genannt wird, liegt eine große númenorische Befestigungsanlage, das Löwentor, das Schiffen die Weiterfahrt versperrt.Der Norden des Landes ist geprägt von vielen eisenreichen Hügeln, die zum Gebirge hin immer höher und felsiger werden. Im Südwesten mündet der Bankasoka in einem großen Delta ins Westmeer.

Im dritten Jahrtausend des Dritten Zeitalters trat in Arzâyan eine Heerführerin auf, die später als "Jungfrau von Arzâyan" bekannt wurde. Ihr eigentlicher Name lautete Taraezaphel Bellakanî, die ihre Abstammung auf den letzen Herrscher Arzâyans sowie auf die Fürsten von Umbar zurückführen konnte. Ihr gelang es, in einer langjährigen Kampagne die verstreuten Nachfahren Arzâyans zu sammeln und eine ansehnliche Gefolgsschaft hinter sich zu vereinen. Außerhalb der zerbrochenen Mauern der alten Hauptstadt ist ein befestigtes Lager errichtet worden, das sich zum Zentrum der Wiederbelebung Arzâyans entwickelt hat.

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