Das Schicksal Mittelerdes Wiki
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Der Bund der Sieben Schwestern ist ein religiöser Kult, der vor allem im Süden von Harad und in der Nähe von Qafsah einigermaßen verbreitet ist.

Mythologie[]

Der Bund der Sieben Schwestern glaubt, dass zu Anfang der Zeit die Welt von sieben mächtigen Wesenheiten, den Sieben Schwestern beherrscht wurde. Diese herrschten weise und gerecht, doch ihr Bruder neidete ihnen ihre Herrschaft (vgl. Melkor) und stieg vom Himmel in die Welt hinab. Dort nahm er Wesen, die auf der Welt wanderten, verstümmelte und verformte sie, und baute eine verborgene Festung, wo er ein Heer versammelte. Als er stark genug war griff er die Schwestern an, und in dem folgenden Krieg erwies er sich lange als der stärkere, denn seine Schwestern waren eigentlich friedlich und verfügten über keine Armeen.

Doch kurz vor ihrer Niederlage vereinten die Sieben Schwestern ihre Kräfte, und stießen ihren Bruder mit einer List aus der Welt hinaus in die Leere. Danach verteilten sie sich am Himmelsgewölbe und wurden zu Sternen, um für immer die Grenze zwischen der Welt und der Leere zu bewachen und die Rückkehr ihres Bruders zu verhindern.

Doch die Sklaven und Kreaturen ihres Bruders blieben in der Welt zurück, und die Kinder der Sieben waren ihnen nun schutzlos ausgeliefert. Also wählen die Schwestern hin und wieder einen Menschen aus, der durch ein besonderes körperliches Merkmal gekennzeichnet ist, und dessen Aufgabe es ist die guten Wesen der Welt gegen die Diener des Bösen zu verteidigen. Diese Menschen sind als Kinder der Zeit bekannt.

Die sieben Schwestern sind laut Alatar sieben Maiar aus Vardas Gefolge, deren Namen Túlcarna, Vilhistë, Telrossë, Merendë, Lirulin, Sovallë und Micaurëa lauten.

Geschichte[]

Erste Aufzeichnungen über den Kult der Sieben Schwestern reichen bis ins zweite Jahrtausend des zweiten Zeitalters zurück, als Entdecker aus Númenor auf Anhänger dieser Religion stießen. Zu dieser Zeit handelte es sich um eine Glaubensrichtung ohne wirkliche Organisation und Rituale, was sich auch erst in späterer Zeit ändern sollte.

Die ersten Hinweise auf den Bund der Sieben Schwestern gibt es im frühen dritten Zeitalter. Zu dieser Zeit bildeten sieben Hohe Priesterinnen den Rat der Sieben, der ihre Gläubigen zunächst nur in religiösen Dingen führte. Nach und nach begannen die Priesterinnen sich auch in politische Dinge einzumischen, unter anderem durch ihre Auswahl der Kinder der Zeit, deren Ausbildung und ihr Einsatz gegen jene, die die Priesterinnen für Diener des Schattens hielten.

Im Ringkrieg hatte der Kult der Sieben Schwestern als Religion stark an Bedeutung verloren, doch der Rat der Sieben existierte weiterhin und unterhielt gerüchteweise ein weitverzweigtes Netz an Agenten und Informanten in ganz Harad und darüber hinaus, das immer wieder mit den Agenten der Turmherren aneinander geriet. Zu jener Zeit ist nur Elyana als Priesterin ihres Ordens namentlich bekannt, und sie war entscheidend in die Geschichte Narissas verwickelt.

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