Das Schicksal Mittelerdes Wiki
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Der Erbfolgekrieg von Arzâyan war ein Krieg, der zwischen 2580 und 2587 D.Z. im Königreich Arzâyan tobte, und an dessen Ende der Untergang des Königreiches und die beinahe vollständige Auslöschung seines Königshauses stand.

Die Kinder des Löwen[]

Die Wurzeln des Erbfolgekrieges liegen in der Herrschaft von Kalphazôr Letztlöwe. Er herrschte größtenteils weise und umsichtig, mit der Hilfe seines Bruders Karazîr Ratgeber. Sein größte Sorge waren jedoch seine vier Kinder, die einander in Ehrgeiz und Herrschsucht kein bisschen nachstanden. Jeder von ihnen sah sich als rechtmäßigen Erben ihres Vaters, und trotz des eigentlich gültigen Erstgeburtsrechts fanden auch die jüngeren Söhne und die Tochter viel Unterstützung unter den Adligen des Reiches. Die Lage spitzte sich speziell zwischen Adrakhôr, dem ältesten Sohn und Erben, und seinem jüngeren Bruder Taraezahil Sonnenschild zu. Taraezahil war der größte Krieger unter den vier Geschwistern, der sich mit der mühelosen Unterwerfung einer Rebellion in den nördlichen Bergen einen Namen gemacht hatte, und führte einen großen goldenen Schild, der ihm seinen Beinamen eingebracht hatte. Adrakhôr, der meistens in eine schwarze Rüstung oder dunkle Kleider gewandet war und deshalb den Beinamen "der dunklen Prinz" erhalten hatte, beneidete seinen jüngeren Bruder um diese Erfolge und sah ihn als größte Bedrohung für sein Erbe an. Diese Spannungen zwischen den Brüdern brachen sich immer wieder in Schlägereien zwischen ihren Anhängern Bahn. Als 2579 einer von Taraezahils Vertrauten einen wichtigen Adligen in Adrakhôrs Gefolge in einer solchen Schlägerei tötete - ob mit Absicht oder aus Versehen blieb ungeklärt - weigerte Taraezahil sich, den Täter auszuliefern. Nach einem langen Gespräch kam es zum Bruch zwischen ihm und dem König, und Kalphazôr verbannte ihn für zehn Jahre aus dem Königreich Azaryân. Taraezahil fügte sich. Wohin er ging ist nicht bekannt, doch einer der wenigen, die ihn begleiteten, war Relezôr, der Onkel des Königs.

In der Zwischenzeit hatten auch die beiden jüngsten Kinder des Königs immer wieder auf sich aufmerksam gemacht. Saerinzîl war ein dauerhaftes Ärgernis für Kalphazôr, denn sie widersetzte sich standhaft jeder Heirat, die er ihr Vorschlug und behauptete, für etwas anderes bestimmt zu sein. Sie führte einen Kampfspeer so gut wie jeder Mann, und sorgte für den größten Skandal als sie einen der Bewerber um ihre Hand im Zweikampf besiegte und tötete. Auch Varnâk, der jüngste der Prinzen, machte von sich reden, als er seinem Vater bei einem Festmahl den Kopf eines aufsässigen Adligen aus dem Süden vor die Füße warf - ohne dass jemand wusste, wie ihm diese Tat gelungen war. Auch diese beiden hatten mit der Zeit Getreue um sich geschart besaßen jedoch weniger Anhänger als Adrakhôr und, selbst nach seiner Verbannung, Taraezahil.

Der Beginn des Krieges[]

Trotz der Zerstrittenheit seiner Kinder war Kalphazôrs Herrschaft bis 2580 D.Z. einigermaßen stabil. Doch das Jahr war noch nicht alt, als der König mit durchgeschnittener Kehle in seinem Gemach ermordet aufgefunden wurde - wie genau es geschehen war und wer für seinen Tod gesorgt hatte, wurde nie geklärt.

Der Krieg brach wenige Tage nach der rätselhaften Ermordung von König Kalphazôr Letztlöwe aus, als Getreue von Varnâk, dem jüngsten seiner Söhne, die Schatzkammer des Palastes stürmten, die Königskrone in ihre Gewalt brachten und Varnâk zum König von Arzâyan krönten. Die Krönung hatte jedoch nicht lange Bestand. Varnâks Anhänger waren denen seines ältesten Bruders Adrakhôr unterlegen, da dieser von ihrem Onkel Karazîr Ratgeber unterstützt wurde. Varnâk musste aus der Stadt fliehen, konnte sich aber im Süden des Königreiches, wo viele Adlige seinen Thronanspruch unterstützten, festsetzen. Als der verbannte Prinz Taraezahil Sonnenschild vom Tod seines Vaters hörte, kehrte er mit einigen eilig gesammelten Söldnern nach Arzâyan zurück, wo er das ihm entgegengestellte Heer Adrakhôrs überraschend und vernichtend schlug. Aufgrund seiner eigenen Schwäche wagte er es allerdings noch nicht, die Hauptstadt Zôrkadar selbst anzugreifen, sondern begnügte sich zunächst damit, sich zunächst weite Gebiete im Osten zu sichern und ein Heer aufzustellen.

Adrakhôr selbst wurde durch den Verrat seiner Schwester Saerinzîl daran gehindert, seine Brüder anzugreifen. Sie hatte noch zu Lebzeiten ihres Vaters eine große Menge Gefolgsleute, religiöser Fanatiker, um sich geschart, die sie beinahe gottgleich verehrten. In den ersten Tagen des Bürgerkriegs hatte sie sich neutral verhalten, doch Anfang des Jahres 2581, als es gerade so aussah als könnte Adrakhôr sich vorerst auf dem Thron halten, zettelte Saerinzîl einen Aufstand in Zôrkadar an, der Adrakhôr vertrieb. Saerinzîl selbst ließ sich zur Gottkönigin des Südens, wie sie sich nannte, krönen, während Adrakhôr in den Westen des Reiches floh. Das folgenden Jahr war relativ ruhig, während alle vier Könige ihre Wunden leckten und Kräfte für den nächsten Schlag sammelten: Ardakhôr im Westen, Taraezahil im Osten, Varnâk im Süden und Saerinzîl in Zôrkadar und den Bergen im Norden.

Der Verrat von Zôrkadar[]

Das Jahr 2582 brachte große Veränderungen. Taraezahil glaubte, genug Kräfte für einen Angriff auf die Hauptstadt gesammelt zu haben, und brach mit einem Heer von Söldnern aus allen Landen des Südens und den Truppen der östlichen Adligen auf. Er schlug das Heer aus religiösen Fanatikern, dass Saerinzîl gegen ihn führte, wie zwei Jahre zuvor das Heer Adrakhôrs vernichtend. Saerinzîl entkam mit knapper Not und flüchtete nach Zôrkadar, wo Taraezahil sie belagerte. Die Verteidiger versuchten mehrmals, den Ring der Belagerer zu durchbrechen, doch stets vergeblich. Beim letzten dieser Ausfälle wurde Saerinzîls Hohepriester, ein Mann namens Bêlkadar, von Taraezahil im Zweikampf besiegt, gefangen genommen und hingerichtet. Mit seinem Tod schien Saerinzîls Niederlage besiegelt, denn er hatte als ihr fähigster Heerführer und Stratege gegolten. Taraezahil begann, die Stadt immer gnadenloser anzugreifen, und die Verteidigung begann zu bröckeln. Als Taraezahil bereits wie der sichere Sieger wirkte, führte Varnâk ein Heer aus dem Süden heran, das zwar kleiner als das seines Bruders, aber besser bewaffnet war und weniger aus Söldnern bestand, deren Treue zweifelhaft war. Varnâk griff seinen Bruder jedoch nicht an, obwohl dieser teilweise zwischen der Stadt und Varnâks Truppen eingeschlossen war, sondern behauptete, zu Verhandlungen nach Norden gekommen zu sein. Entgegen der Warnungen seiner Berater, darunter seines Großonkels Relezôr, der einst mit ihm in die Verbannung gegangen war, ging Taraezahil auf das Angebot ein, und traf sich zu Verhandlungen mit Varnâk. Was bei diesen Verhandlungen genau geschah ist unbekannt, doch das Ergebnis nicht: Am nächsten Morgen war Taraezahil ein Gefangener Varnâk, und alle Männer die ihn zu den Verhandlungen begleitet hatten, tot. Varnâk brachte den in Ketten gelegten Taraezahil vor die Tore Zôrkadars, wo er von Saerinzîl Verhandlungen forderte, im Gegenzug für Taraezahils Kopf. Saerinzîl traf sich mit ihrem jüngsten Bruder vor dem Südtor der Stadt zu Verhandlungen, und noch am Abend des selben Tages rückten die Reste ihrer Truppen aus. Gemeinsam mit Varnâks Heer vernichteten sie Taraezahils Getreue bis auf den letzten Mann. Es überlebten nur einige Söldner, die noch vor Beginn der Schlacht die Seiten gewechselt hatten. Einen Tag nach dem Sieg verkündete Saerinzîls neuer Hohepriester die Vermählung der Gottkönigin mit ihrem Bruder Varnâk, und die Herrschaft beider über das Königreich Azaryân. Taraezahil starb nach der Verkündung öffentlich einen grausamen, langsamen Tod von Hand seiner jüngeren Geschwister, auf den Stufen des großen Palastes von Zôrkadar. Mit seinem letzten Atemzug verfluchte er beide, am selben Ort wie er zu sterben, und prophezeite Arzâyan den Untergang.

Der Triumph des dunklen Prinzen[]

Saerinzîl und Varnâk konnten ihren durch Verrat und Hinterhältigkeit errungenen Sieg nicht lange genießen. Ihr älterer Bruder Ardakhôr war während der Belagerung von Zôrkadar nicht untätig gewesen. Auf den klugen Rat seines Onkels Karazîr hin hatte er diesen nach Norden gen Umbar entsandt, wo Karazîr eine Verlobung zwischen Ardakhôr und Silvendë, einer Nichte des Fürsten Eruner ausgehandelt hatte. Im Gegenzug entsandte der Fürst eine Flotte nach Süden, die Ardakhôr bei der Eroberung seines Erbes helfen sollte. Ardakhôr selbst hatte damit begonnen, an der Westküste Azaryâns Schiffe zu bauen, und gleichzeitig ein Heer auszuheben. An der Ostgrenze der von ihm kontrollierten Gebiete hatte er viele Wachtposten aufgestellt, die ihn warnen konnten, sobald eines seiner Geschwister gegen ihn vorrückte, und sein Vetter Azrûhil, Karazîrs Sohn, hatte für ihn Bündnisse sowohl mit den Bergstämmen des Nordens als auch den Kriegern aus den wilden Urwäldern des Südens geschmiedet. Die Grausamkeiten, mit denen Saerinzîl und Varnâk nach ihrem Sieg von sich reden machten, halfen dabei, die Nachbarn Azaryâns auf Ardakhôrs Seite in den Krieg eintreten zu lassen.

Saerinzîl und Varnâk ruhten sich nicht lange auf ihrem Sieg aus, denn sie wussten, dass Ardakhôr, obwohl er kein so brillianter Heerführer war wie Taraezahil war, durch seine Bündnisse und Karazîrs Unterstützung ebenso gefährlich wie dieser war. Sie zogen mit ihrem vereinigten Heer und den Überresten von Taraezahils Söldnern, die sich ihnen angeschlossen hatten, nach Westen um Ardakhôr zu überrennen, bevor er für sie bereit wäre. Doch Ardakhôr wurde von seinen Wachtposten rechtzeitig gewarnt, und stellte seinen Geschwistern am Ufer des Sakalroth eine Falle. Während er dem feindlichen Heer entgegentrat, segelte seine Flotte, unterstützt durch die Schiffe Umbars, auf dem Fluss nach Osten, und die Besatzungen fielen seinen Feinden auf dem Höhepunkt der Schlacht in den Rücken. Ardakhôr trug einen überwältigenden Sieg davon, das Heer seiner Geschwister wurde zu großen Teilen vernichtet und die Rest in alle Richtungen versprengt. Saerinzîl und Varnâk entkamen mit knapper Not, wobei Varnâk schwer verwundet wurde und eines seiner Ohren verlor. Auf den Rat seines Onkels hin ruhte Ardakhôr sich nicht auf seinem Sieg aus, sondern rückte weiter nach Zôrkadar vor. Die schwach verteidigte Stadt wurde im Sturm genommen, und Ardakhôr ließ sich zum König von Azaryân ausrufen - darauf hatte er bislang als einziger der Geschwister verzichtet. Bei dieser Gelegenheit wurde auch sein Großonkel Relezôr aus der Gefangenschaft befreit, in der er sich seit Varnâks Verrat an Taraezahil befunden hatte.

Knapp zwei Jahre herrschte Ardakhôr über Azaryân, doch der Krieg war noch nicht ganz vorüber. Seine Geschwister waren ihm entkommen, und plagten ihn immer wieder mit Angriffen von jenseits seiner Grenzen. Dennoch glaubte er seinen Sieg sicher, und holte sogar seine Verlobte Silvendë aus Umbar an den Hof in Zôrkadar.

Schatten aus der Vergangenheit[]

Erst später wurde bekannt, was Saerinzîl und Varnâk in ihrem Exil getan hatten. Sie hatten nicht nur Ardakhôrs Herrschaft durch ihre ständigen Angriffe nie zur Ruhe kommen lassen, sondern einen Pakt mit einer dunkleren, beinahe vergessenen Macht geschlossen. Ein dunkler Bote aus dem Norden war zu ihnen gekommen, und hatte ihnen die Macht angeboten, ihren Bruder zu besiegen - für den Preis, dass Azaryân seinem Herrn beistehen sollte, wenn dieser erneut nach der Herrschaft über Mittelerde greifen würde. Saerinzîl und Varnâk willigten ein, und mit Hilfe ihres neuen Verbündeten versammelten sie ein großes Heer jenseits der Grenze. Im Sommer des Jahres 2585 fühlten sie sich schließlich bereit für den Angriff. Der dunkle Bote reiste im Geheimen nach Zôrkadar, und tötete dort Karazîr, der die größte Stütze für Ardakhôrs Herrschaft gewesen war. Kurz darauf fielen Saerinzîl und Varnâk mit ihrem Heer in Arzâyan ein, und ihre versprengten Anhänger, die im Königreich zurückgeblieben waren, erhoben sich für sie. Ardakhôr konnte mehrere Schlachten gewinnen, trug jedoch keine entscheidenden Siege davon. Schließlich gelang es ihm, seine Geschwister zur Schlacht zu stellen, doch dieses Mal verließ ihn das Glück. Er hatte die Entscheidungsschlacht voreilig gesucht, da die Verstärkung des Fürsten von Umbar noch nicht eingetroffen war, und so war er in der Unterzahl. Die Schlacht war hart und verlustreich, und mehrmals sah es so aus, als würde Ardakhôr doch noch den Sieg davontragen. Am Ende gingen jedoch Saerinzîl und Varnâk siegreich aus der Schlacht hervor, und Ardakhôr fiel - gerüchteweise im Kampf gegen Varnâk, und sehr zu Saerinzîls Enttäuschung, die sich erhofft hatte, Ardakhôr auf die gleiche Art wie drei Jahre zuvor Taraezahil hinrichten zu können.

Nach ihrem Sieg rückten die beiden überlebenden Geschwister nach Zôrkadar vor, nahmen die Stadt wie zwei Jahre zuvor Ardakhôr im Sturm, und richteten ein furchtbares Gemetzel unter den verbliebenen Getreuen ihres Bruders an. Dabei starb Silvendë von Umbar durch Saerinzîls Hand, und ihr Körper wurde auf den Mauern der Stadt zur Schau gestellt. Zwei von Ardakhôrs wichtigsten Getreuen entkamen allerdings dem Tod. Sein Großonkel Relezôr war mit seinem Sohn Abrazîr und dessen Familie aus Zôrkadar nach Umbar geflohen, als die Nachricht von Ardakhôrs Niederlage und Tod die Stadt erreichte. Azrûhil, der Vetter der Geschwister, hatte sich ihnen beim Fall der Hauptstadt zu Füßen geworfen, und ihnen die Treue geschworen. Ihn, einen von Ardakhôrs standhaftesten Getreuen, in ihre Reihen aufzunehmen, bereitete den Geschwistern Vergnügen, doch es sollte sich als der Fehler erweisen, der letztlich zu ihrem Untergang führen sollte.

Die Flotte Umbars, die Ardakhôr hatte unterstützen sollen, wurde von Silvendës Bruder Erundur befehligt. Als die Nachricht von Ardakhôrs Tod, Zôrdakars Fall und Silvendës Ermordung ihn erreichte, segelte er mit der Flotte voller Zorn den Sakalroth in Richtung Hauptstadt hinauf, um seine Schwester zu rächen. Doch die Flotte alleine war der Macht der Geschwister nicht gewachsen. Sie wurden auf dem Fluss eingeschlossen und vernichtet - Erundur wurde gefangen genommen und dem dunklen Boten übergeben, der ihn mit sich nach Norden nahm. Seitdem wurde nie wieder etwas von ihm gehört. Von der Flotte kehrten nur zwei Schiffe nach Umbar zurück, und seitdem mischten sich die Fürsten Umbars lange nicht in die Wirren des tiefen Südens ein, sondern richteten ihre Aufmerksamkeit nordwärts.

Azaryâns Untergang[]

Saerinzîls und Varnâks Triumph legte zugleich den Grundstein für ihr Ende. Ihre inzestuöse Ehe wurde von vielen der verbliebenen Adligen insgeheim mit Abscheu betrachtet, und viele im Volk erinnerten sich noch an den verratenen Prinzen Taraezahil Sonnenschild und die ermordete Prinzessin Silvendë, und die Grausamkeit, mit der die Geschwister herrschten, machte sie nicht beliebter. Doch als ihr größter Fehler erwies sich, Azrûhil als ihren Berater in Ehren aufzunehmen. Azrûhil hatte das diplomatische Geschick seines ermordeten Vaters geerbt, und dazu eine gehörige Portion Verschlagenheit. Sein Seitenwechsel war lediglich Verstellung gewesen - auch wenn er keine Ambitionen hatte, selbst den Thron von Azaryân zu erlangen, obwohl er nach Saerinzîl und Varnâk den besten Anspruch hatte. Stattdessen trieb ihn die Rache an, und das Bedürfnis, die Geschwister vollständig zu vernichten. Er begann damit, Saerinzîl und Varnâk behutsam und allmählich gegeneinander auszuspielen, und ihr Vertrauen zu zerstören. Es dauerte beinahe ein Jahr, doch im Sommer 2586 waren die ehemaligen Geliebten und Geschwister zu Feinden gewesen, und der beendet geglaubte Krieg flammte erneut auf.

Im ganzen Land bekriegten sich die Anhänger Varnâks und Saerinzîls, und beide hätten sich mehrmals um ein Haar gegenseitig erschlagen. Gleichzeitig führten Überreste von Ardakhôrs und sogar Taraezahils Getreuen, geschickt gelenkt von Azrûhil, der so den Beinamen "der Flüsterer" erlangte, einen Guerilla-Krieg gegen beide Parteien. Schließlich kehrte selbst Relezôr aus Umbar nach Azaryân zurück, und gemeinsam mit Azrûhil entzündete er einen großen Aufstand in Zôrdakar, gerade als sich die Geschwister zum ersten Mal seit einem Jahr zu Verhandlungen in der Hauptstadt trafen. Was genau während dieses Aufstandes geschah, ist nicht bekannt. Es gibt Berichte von wahnsinnigen Kriegern, die mordend durch die Straßen ziehen, von Bränden aus heiterem Himmel. Es wird erzählt, wie Azruhîl von Varnâk erschlagen wurde, nachdem dieser den Verrat seines Vetters durchschaut hatte, wie Relezôr sich trotz seines Alters Saerinzîl im Zweikampf stellte und von dieser getötet wurde, und wie sich Varnâk und Saerinzîl auf der großen Treppe des Palastes gegenseitig tödliche Wunden zufügten und nebeneinander starben. Noch nach ihrem Tod ging das Gemetzel in der Stadt weiter, und hörte erst auf, als Zôrdakar in Trümmern lag und beinahe alle, die sich in der Stadt aufgehalten hatten, tot waren.

Auswirkungen[]

Das Reich Azaryân war endgültig gefallen und erhob sich auch nicht mehr - der einzige überlebende Zweig des Hauses Nardûkhôr war nach Umbar geflohen und blieb für einige Zeit dort. Die wenigen Fürsten, die überlebt hatten, gründeten eigene kleine Königreiche, die sich gegenseitig bekriegten, und schon bald nicht mehr besser und mächtiger als die umliegenden Stämme der Südländer waren.

Relezôrs Urenkel Uthban kehrte schließlich zu den Ruinen von Zôrkadar zurück, um sein Erbe zu erobern, doch seine Unternehmung schlug katastrophal. Er und sein älterer Sohn Arphazîr wurden getötet, und nur sein jüngerer Sohn entkam in der Obhut eines treuen Dieners. Seitdem unternahm bis zu Taraezaphel niemand mehr den Versuch, Azaryân wieder zu errichten.

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