Das Schicksal Mittelerdes Wiki
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Das Fürstentum Thal wurde im Jahr 2185 D.Z. von Geirjarn, dem Herr des Langen Sees gegründet. Die alte Stadt Esgaroth, die auf dem See gestanden hatte wurde zu Gunsten der neuen Stadt, die Geirionn errichten ließ zum größten Teil aufgegeben. Geirionn nannte sie Thal (Dal in der Sprache der Nordmenschen) und wurde nach der Fertigstellung 2185 ihr erster Fürst.

Nach Geirionn, der später besser unter seinem sindarisierten Namen Girion bekannt wurde regierten die ehemaligen Herren von Langen See als Erbfürsten von Thal das neue Reich, welches seine Wurzeln im alten Königreich Rhovanion hatte. Thal erwies sich schnell als wichtiger Handelspunkt zwischen dem Osten und dem Westen Mittelerdes, vor allem als Verbindung zwischen den Elben des Waldlandreiches unter Thranduil und den Königen von Dorwinion, zu denen Thal stets freundschaftliche Beziehungen pflegte. Das Fürstentum erstreckte sich entlang des Langen Sees und noch einige Wegstunden weiter nach Südosten, vor allem entlang des Celduins, jedoch auch in östlicher und nördlicher Richtung, wo sich einige kleinere Dörfer der Nordmenschen befanden.

Den Höhepunkt seiner Macht erreichte das Fürstentum unter Rovald III., der später den Beinamen "Bundschließer" erhielt. Als er nach dem frühen Tod seines Vaters im Kampf gegen die Orks im Norden in jungen Jahren Fürst geworden war erwies er sich den Erwartungen entgegen als fähiger Anführer in Krieg und Frieden und Vermittler zwischen den umliegenden Reichen. Er legte einen Handelsdisput zwischen Thranduils Reich und Dorwinion bei und erlebte 2590 die Rückkehr der Zwerge von Durins Volk zum Erebor. Mit dem neuen König unter dem Berg, Thrór, verbanden ihn schon bald freundschaftliche Beziehungen, denn die Zwerge profitierten gut vom Handel in Thal. Sie konnten auf den Märkten ihre hochwertigen Waffen und Waren verkaufen und sich mit Nahrung versorgen, die ihnen der Berg allein nicht geben konnte. 2601 schloss Rovald ein festes Bündnis mit Dorwinion, welches durch seine Heirat mit Prinzessin Alfsvinn besiegelt wurde. So fanden die einst getrennten Nachfolgelinien des Königshauses von Rhovanion wieder zusammen.

Unter Rovalds Erben hatte Thal immer wieder unter Angriffen der Orks zu leiden, die im Norden (vor allem im Grauen Gebirge) erstarkt waren, weshalb das Fürstentum keinen weiteren Machtzuwachs erlebte. Unter Girion III. schließlich drangen Kriegsgerüchte aus Dorwinion nach Thal vor, wo inzwischen König Bladorthin regierte. Girion beschloss, seinem Bündnispartner zu Hilfe zu eilen, sollte es zu einem Angriff kommen, weshalb er im Jahr 2770 begann, seine Armee in Thal aufzustellen. Dies sollte sich als fatal erweisen; denn angelockt durch den Reichtum Thals und Erebors überfiel in diesem Jahr der Drache Smaug die Stadt und vernichtete sie. Dies war das Ende des Fürstentums, auch wenn viele seiner Einwohner nach Süden zum Langen See entkamen und auf den Ruinen Esgaroths die Seestadt errichteten.

2944 wurde es schließlich nach dem Tod des Drachen durch Girions Erben Bard als Königreich Thal wieder neu errichtet.

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