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Erhebe noch einmal die Hand gegen mich, und ich werde sie dir abschneiden.
—   Karnuzîr zu Aerien

Karnuzîr "Wüstenklinge" von Haus Balákar ist ein Schwarzer Númenorer, der jedoch nicht wie der Großteil seiner Verwandschaft aus der Festung Durthang stammt. Sein Vater Aglazôr brach mit den ungeschriebenen Regeln seines Volkes und ehelichte eine Frau haradischen Blutes, die Karnuzîrs Mutter wurde. Da er somit ein Halbblut ist lastet ein schwerer Makel auf Karnuzîr, der in den Augen seiner hochmütigen Verwandten niemals als gleichwertig angesehen werden konnte. Deshalb machte sich Karnuzîr in Harad einen Namen als gefürchteter Kopfgeldjäger im Dienste Suladans, sein wahres Ziel blieb es jedoch stets, sich einen gleichwertigen Platz am Hofe Durthangs zu erkämpfen.

Karnuzîr hat dunkelbraune, schulterlange Haare und ebenso dunkle Augen, zwei Merkmale, die ihn eindeutig als nicht reinblütigen Adûnâi ausweisen. Im Kampf führt er eine zweihändige Klinge sowie mehrere, agân genannte Wurfsterne.

Bei einem seiner wenigen Besuche in Durthang machte er die Bekanntschaft seiner Cousine Azruphel, der Tochter des Fürsten der Schwarzen Númenorer, die bei Karnuzîr einen bleibenden Eindruck hinterließ. Er beschloss insgeheim, sie eines Tages zu seiner Frau zu machen, selbst gegen ihren Willen.

3022 D.Z. kam er der Erfüllung seiner Ziele einen großen Schritt näher, als er im Auftrag des Sultans nach Narissa, Suladans unehelicher Tochter suchte. Dabei traf er durch Zufall in Ain Salah auf Azruphel, die Narissa dort aus der Gefangenschaft des Sklavenhändlers Kimyet befreite. Karnuzîr verfolgte die Spuren der beiden Mädchen bis nach Qafsah und schloss dabei ein Bündnis mit seinem Kopfgeldjäger-Rivalen Abel, um beide gefangen zu nehmen. Allerdings gelang es Azruphel, Karnuzîr im Zweikampf zu besiegen. Karnuzîr gab jedoch nicht auf und stieß bei der Verfolgung Azruphels auf das gondorische Mädchen Serelloth, die er als Druckmittel benutzte um Azruphel dazu zu zwingen, mit ihm nach Mordor zurückzukehren. Dort wollte er sich als Held feiern lassen, da er Azruphel, die abtrünnig geworden war, zurückbrachte. Er versprach sich davon die Entscheidungsgewalt über ihr Schicksal, wie es das númenorische Recht vorsah. Dadurch, dass er ihr Leben verschonte, erhoffte er sich, in der Gunst ihres Vaters zu steigen und einen Platz an dessen Hof zu erlangen.

Jedoch wurden seine Pläne von Narissa und Thorongil, dem Herrn von Tol Thelyn, durchkreuzt. Sie überfielen Karnuzîrs Lager in Nah-Harad und befreiten Azruphel. Karnuzîr ist seitdem ein Gefangener im Kerker auf Tol Thelyn.

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