Das Schicksal Mittelerdes Wiki
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Sie wollten die Stärke und die Bereitschaft der Verteidiger ertasten, und das haben sie getan. Jetzt kommt der echte Angriff.
—   Vaicenya zu Córiel, nachdem der erste Angriff zurückgeschlagen wurde

Die Schlacht im Schattenbachtal war die zweite größere Schlacht des Orkkriegs und fand im Tal von Nanduhirion außerhalb der östlichen Tore von Moria statt.

Vorgeschichte

Nach der Schlacht bei Carn Dûm im Sommer 3022 D.Z. war der offenen Krieg zwischen den Orks von Moria, die unter der Kontrolle Sarumans standen, und den Orks von Gundabad, die einem der Nazgûl dienten, in eine Phase vieler kleiner Gefechte und Scharmützel ausgeufert, die in den Gebirgsregionen rings um den Hohen Pass ausgetragen wurden und in denen es keiner Seite gelang, einen entscheidenden Vorteil zu erringen.
Anfang Oktober desselben Jahres gelang es Sarumans Unterhändlern, ein Bündnis mit den Bewohnern der Orkstadt nördlich des Passes auszuhandeln, was das Kräfteverhältnis zu Gunsten der Weißen Hand kippte. Ungefähr gleichzeitig gab es einen Kampf im Inneren Gundbadas, als der dort gefangene Zauberer Pallando befreit wurde, was zur zeitweiligen Niederlage des Nazzgûls führte.
In der Abwesenheit des Ringgeists übernahm der Orkhäuptling Grazhrak das Kommando über die verstreuten Streitkräfte Gundabads. Seine erste Handlung war es, alle nach Süden ausgesandten Verbände nach Gundbadad zurückzurufen und eine schlagkräfte Streitmacht zu bilden. Grazhrak ließ die Grenze zu Angmar stark bewachen, während er mit allen übrigen Orks unter seinem Kommando nach Osten ins Graue Gebirge zog und die dort lebenden Orkstämme unterwarf. Mit den dort zwangsrekrutierten Truppen schwenkte er um und durchquerte das von den Beorningern verlassene Tal des Anduin, bis er zu den Schwertelfeldern kam. Dort schlugen die Gundabad-Orks ein großes Kriegslager auf und begannen mit der Planung ihres Angriffs auf Moria und mit dem Bau von Belagerungswaffen.
Ende Oktober begannen sie unbemerkt ihren Marsch zum Ost-Tor des ehemaligen Zwergenreiches.

Aufstellung zur Schlacht

Am 1. November drang das Heer von Gundabad ins Schattenbachtal ein und ließen das von Saruman eroberte Lórien links liegen. Da sich der Großteil der Garnison Morias dem Hauptheer Sarumans angeschlossen hatte, das inzwischen am Erebor stand, war das Ost-Tor nur von einer kleinen Wachmannschaft besetzt, welche sofort Alarm schlug als sie Feinde am Taleingang erspähten. Die zufällig in Moria anwesende Dunkelelbin Vaicenya gab daraufhin hastig den Befehl zur Mobilmachung aller in Moria verfügbaren Orks und errichtete eine notdürftige Verteidigung direkt außerhalb des Ost-Tores, wo die zahlenmäßige Überlegenheit des Gundabad-Heeres zunächst keine Auswirkung haben würde. Eine kleine Einheit von Uruk-hai unter ihrem Kommandanten Prâk, der vor Vaicenyas Ankunft in Moria den Befehl geführt hatte, bildete die vorderste Front gegen den anmarschierenden Feind, der sich ihnen nun im hohen Tempo näherte.

Verlauf

Grazhrak eröffnete die Schlacht mit einer Angriffswelle aus kleineren Orks, die zum Großteil aus den Ered Mithrin stammten und nur dem Zweck dienten, die Verteidigung Morias zu prüfen. Ein den Himmel verdunkelnder Pfeilhagel sorgte für erste Verluste am Tor und die Leichen der Gefallenen erschwerten es der nur langsam aus den Tiefen hervorströmenden Verstärkung, das Tor zu passieren. Als die Schlachtreihen schließlich aufeinander trafen gelang es den Verteidigern schon bald, die Oberhand zu gewinnen, da die Angreifer bergauf kämpfen mussten und von dem langen Anmarsch ermüdet waren. Deshalb dauerte es nicht allzu lange, bis die erste Welle zurückgeschlagen wurde, jedoch nicht ohne den Verteidigern einige Verluste zuzufügen.

In der zweiten Welle warf Grazhrak seine Elitekrieger in die Schlacht: Knochenbrecher aus Gundabad, die es mit den Uruk-hai aufnehmen konnten, sowie einige Trolle. Außerdem begannen nun fünf Katapulte vom unteren Ende des Tales ihren Beschuss auf die Treppen außerhalb des Tores, wo die Orks von Moria besonders dicht beieinander standen, was zu großen Verlusten führte und das Vorrücken der Verstärkung noch weiter erschwerte. Vaicenya entschied sich aus diesem Grund, alle Uruk-hai bis auf Prâk und seine Leibwächter zu einem Keil zu formen und mit Gewalt durch die Reihen Gundabads zu brechen. Während Prâk an der Treppe als Kommandant der Hauptstreitmacht zurückblieb, ging Vaicenya zum Angriff über. Die überraschten Gundabad-Orks, die nicht mit einer rasenden Elbenkriegerin in Moria gerechnet hatten, wurden von der Wucht ihres Ansturms tatsächlich anfänglich weit genug zurückgedrängt, dass sich eine Kerbe in den vorrückenden Reihen Gundabads bildete, in die der Keil von Uruk-hai nun weiter und weiter vordrang. Doch da sie nur gute drei Dutzend zählten, schlossen sich die Reihen ihrer Feinde hinter ihnen wieder, als Grazhrak ihr Ziel erkannte und beschloss, die Katapulte zu opfern. Er befahl seinen Leuten, eine Gasse zu bilden und die Uruk-hai durchzulassen. So erreichte Vaicenyas Einheit relativ unbeschadet die Nachhut des Heeres von Gundabad, wo die Belagerungsmaschinen standen, und zerstörte die südlichste davon. Dann setzte sich Vaicenya mit ihrer Begleiterin Córiel in Richtung Lothlóriens ab, was insgeheim von Anfang an ihr Ziel gewesen war.

Derweil war die Frontlinie der Verteidiger mehr und mehr überrannt worden, nun da ihnen der Anker, den die Uruk-hai in ihrer Mitte gebildet hatten, fehlte. Auch war ihnen die Verstärkung ausgegangen und sie wurden Schritt um Schritt zum Tor zurückgedrängt, bis Prâk schließlich den Befehl zum Rückzug gab. Es gelang den Moria-Orks, sich über die neu errichtete Brücke von Khazâd-Dûm zurückzuziehen und einen Mechanismus auszulösen, der die Zerstörung der Stahlkonstruktion bewirkte.

Folgen

Grazhraks Streitmacht nahm das Ost-Tor und die Erste Halle ein, doch für den Moment konnten sie nicht weiter vordringen da ihnen ein unpassierbarer Abgrund den Weg versperrte. Ihre Katapulte waren bis auf eines zerstört worden, doch der Verlust wog nicht allzu schwer, da sie die Geräte sowieso nicht durch das Tor befördern konnten. Die Garnison Morias war auf die Hälfte reduziert worden und die Versorgungslinie zwischen Dol Guldur über Lothlórien nach Moria war durchbrochen, was bedeutete, dass Sarumans Heer am Erebor keine Verstärkung aus Moria erhalten würde.

Beteiligte Spielercharaktere

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