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Wenn ihr die Frau sehen wollt, die diesem Reich seinen alten Glanz wiedergeben wird, müsst ihr Opfer bringen.
—   Abrazîr zu Edrahil und Eayan, bei ihrer Ankunft in Zôrkadar

Taraezaphel "Rae" Bellakanî, auch Die Jungfrau von Arzâyan und Die Löwenmaid genannt, ist eine Kriegsherrin aus Arzâyan, die vom für ausgestorben gehaltenen Königsgeschlecht des nachnúmenorischen Reiches an der Westküste Harad abstammt.

Taraezaphel ist eine durchschnittlich große Frau, die meist ein Kettenhemd, trägt das teilweise von einem langen blauen Halstuch verdeckt wird, das um ihren Oberkörper geschlungen ist. Darauf ist ein stilisierter Löwe zu sehen. Ihre hellbraunen Haare trägt sie schulterlang und offen. Sie werden von einem gestreiften Stirnband im Zaum gehalten. Ihre Augen sind von tiefem Dunkelbraun.

Sie wuchs in der Obhut des Kriegsherrn Mazhakar auf, den man den Blutigen Löwen nannte. Er war der Erste, der nach vielen Jahrhunderten wieder einen Anspruch auf den Thron des untergegangenen Reiches von Arzâyan stellte und diesen in nicht enden wollenden Kriegen durchzusetzen versuchte. In dieser Zeit streiften viele solcher Kriegsherren durch das nur wenig besiedelte Land von Arzâyan und durchsuchten dessen Ruinen nach Wertgütern. Taraezaphels Großvater Mazhakar war der einflussreichste dieser Kriegsherren, bis er 2994 D.Z. in einen Hinterhalt seiner Feinde geriet und mitsamt seinem Sohn getötet wurde. Seiner jungen Enkelin gelang die Flucht, doch Taraezaphel war nun allein und hatte bis auf ihr Leben alles verloren. Sie schlug sich auf verschlungenen Pfaden nach Umbar durch, wo sie die Bekanntschaft der Adûna Minûlîth machte. Mit Minûlîths Hilfe baute sich Taraezaphel, die über einige Ecken mit Haus Minluzîr verwandt war, eine neue Existenz auf und übte sich in den Schaukämpfen in Umbars Unterwelt im Kampf sowohl mit als auch ohne Waffe.

3002 D.Z. beschloss sie, dass es an der Zeit war, ihr Erbe einzufordern. Sie verließ Umbar per Schiff und kehrte nach Arzâyan zurück, wo es ihr im Laufe nur weniger Monate gelang, eine ansehnliche Streitmacht unter ihrem Banner zu versammeln. Ihre Ausstrahlung und ihr Kampfgeist zogen vor allem jene an, die auf der Suche nach ihrem Platz im Leben waren, wovon es in den zerrütteten Landen jenseits der Ered Malen viele gab. Schon bald war Taraezaphel als Jungfrau von Arzâyan bekannt und Geschichten von ihren Taten drangen bis nach Ain Salah, Qafsah und Tindouf. So erregte sie die Aufmerksamkeit Sûladans, der ihr schließlich ein Bündnis anbot.

3022 D.Z. tauchte Taraezaphel in Qafsah auf, als gerade Aerien und Narissa in der Stadt waren. Dabei gelang es Aerien, einige von Raes Plänen zu belauschen. Unter anderem hatte sie vor, ihrer alten Freundin Minûlîth, die sich inzwischen auf die Seite der Thelynrim geschlagen hatte, einen Besuch abzustatten. Dies setzte sie einige Wochen später tatsächlich in die Tat um, als sie in Begleitung Karnuzîrs nach Tol Thelyn kam und Aerien entführte. Seit der erfolgreichen Durchführung dieser Mission verlor sich ihre Spur wieder.

Nach der Rückeroberung von Tol Thelyn begaben sich Edrahil von Linhir und Eayan al-Tayir auf eine Schiffsreise in den tiefen Süden Harads und kamen so schließlich nach Arzâyan. In der Begleitung eines Mannes namens Abrazîr erreichten sie Zôrkadar, wo sie von Taraezaphel zunächst in Empfang genommen, aber dann ins Verlies geworfen wurden. Von dort entkamen beide jedoch mit der Hilfe des geheimnisvollen Artanis, der die Bergstämme der Ered Malen gegen Taraezaphel mobilisiert hatte. Trotz der schlechten Bewaffnung der Stämme unterlagen die Streitkräfte der Löwenmaid in der folgenden Schlacht und Taraezaphel geriet in Edrahils Gefangenschaft.

Während der Schiffsreise nach Tol Thelyn gelang es der Löwenmaid, aus ihrer Zelle unter Deck von Edrahils Schiff zu fliehen und nach Harad zu entkommen. Ob Rae noch immer im Bund mit Sûladan steht, ist im Augenblick unklar.

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